Brief von Jacques Gaillot vom 1. Januar 2001 |
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WEIHNACHTS-UND NEUJAHRSBRIEF
In unseren europäischen Ländern ist Weihnachten ein Fest, das allen gehört. Es ist ein Familienfest, vor allem ein Fest für die Kinder. Ein Fest, wo man sich zu freundschaftlichen Gesten und zum Teilen bereit findet und niemanden allein lassen möchte. "Ihr werdet ein Kind finden". Der ferne Gott, den Männer und Frauen während Jahrtausenden tastend gesucht haben, ist auf einmal ganz nah. Er ist in diesem Neugeborenen, der in Bethlehem in einen Futtertrog für Tiere gebettet wurde, sichtbar geworden. Gott ist nicht wie ein Hohepriester, ein Chef oder ein Gelehrter gekommen. Er hat das Gesicht eines Kindes angenommen. Weihnachten ist eine Geburt, die Geburt des Gotteskindes. Gott kommt zu uns, ist unter uns, in unserer Menschlichkeit. Die Hirten von Bethlehem haben keine Beweise bekommen. Es gibt keinen Beweis für Weihnachten. Sie erhielten ein Zeichen: "Ihr werdet ein Kind finden". Kein anderes Zeichen. Wenn Gott in der Einfachheit und Schwachheit eines Kindes zu uns kommt, ohne sich aufzudrängen, werden wir dann fähig sein, uns seiner Gegenwart gewahr zu werden? Dank kleinen, aber wahrhaftigen Zeichen des alltäglichen, gewöhnlichen Lebens? Dieses Gesicht eines Kindes sind die Hirten anschauen gekommen. Und sie kehren voller Freude wieder zurück, Gottes Lob singend. Mit einem Gebet, das aus dem Ersten Testament stammt und vom heiligen Franz übernommen wurde, sende ich Euch zu Weihnachten meine besten Wünsche für das neue Jahr. "Der Herr segne und behüte dich, |
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