Brief von Jacques Gaillot vom 1. Oktober 2003

 
Kampf der Globalisierungsgegner für eine andere Welt
 

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le globe Kampf der Globalisierungsgegner für eine andere Welt 
 
In letzter Zeit konnten die "Altermondialistes" mehrere Pluspunkte für sich verbuchen. Zuerst setzten sie ihren neuen Namen durch, um klar zu machen, dass sie nicht gegen die Globalisierung als solche sind, sondern gegen die exzessive neoliberale Globalisierung, wo alles zur Ware wird.

Dank ihrer Tätigkeit tritt die Welthandelsorganisation (WTO) aus dem Schatten hervor und steht plötzlich im Rampenlicht. altermondialistes

Ob Gegner oder Anhänger - alle reden davon und alle fühlen sich angesprochen, denn es geht um das Leben und das Überleben ganzer Völker.
 
Die Delegierten der kleinen afrikanischen Staaten wagen es nun, zu reden und vom Druck und den Drohungen zu sprechen, denen sie ausgesetzt sind. Der Süden organisiert sich und fürchtet sich nicht mehr vor der Auseinandersetzung mit dem Norden.

survivre Eins der heiklen Dossiers von Cancun war dasjenige der Landwirtschaft. Zu Tausenden waren die Mexikaner gekommen, um auf die ungerechte Situation in ihrem Land hinzuweisen.  
 
Als Maispflanzer können sie nicht mehr von ihrer Arbeit leben. Die mexikanische Regierung kauft den Mais in den Vereinigten Staaten, weil er dort billiger ist: Die amerikanischen Produzenten sind dank hohen Subventionen konkurrenzfähiger. Die mexikanischen Bauern sind dazu verurteilt, ihr Land zu verlassen und nach Mexico-City oder in die Vereinigten Staaten auszuwandern.

Für die Bevölkerung von Benin, Mali, Tschad ist die Baumwollproduktion lebensnotwendig. Auch in diesem Fall können die amerikanischen Produzenten dank den Subventionen, die sie erhalten, die Baumwolle zu einem Preis verkaufen, der unter den Gestehungskosten der Afrikaner liegt. Das Resultat: Millionen von Afrikanern können nicht mehr von ihrer Arbeit leben und müssen in die Stadt oder nach Europa flüchten.

Auch die Europäische Union bedient sich der Subventionen, um die Ausfuhr ihrer Produkte zu fördern. Der Schaden, den die armen Länder dadurch erleiden, ist enorm. Werden sie gegen den Protektionismus der Reichen erfolgreich ankämpfen können? Sie haben es mit äußerst mächtigen Agrarlobbys zu tun, die zu allem bereit sind, um ihre Subventionen zu behalten. Das Scheitern von Cancun ist der konkrete Beweis dafür.

contre la pauvreté Der Kampf geht weiter. Die "Altermondialistes" sind heute die Hoffnungsträger der Armen unseres Planeten.