Brief von Jacques Gaillot vom 1. Juli 2003

 
Eine vorbildliche Frau
 

PARTENIA

Briefe

Logbuch

Bibel

RŸckblick

Geschichte

Archive

Info

Buchecke

Link

send email

 

Eine vorbildliche Frau

Aung San Suu Kyi Aung San Suu Kyi ,Friedensnobelpreisträgerin 1991, ist von der Militärjunta, die in Burma ihr Terrorregime ausübt, erneut verhaftet worden. Sie lässt sich durch nichts von ihrem Weg abbringen.  
 
Nichts kann sie aufhalten, weder die in Hausarrest verbrachten Jahre noch die vielen Schikanen und Demütigungen. Man hatte ihr die Erlaubnis gegeben, nach London zu reisen, um ihren Mann zu besuchen, der krebskrank und dem Tode nah war - sie lehnte es ab. Denn sie wusste, dass dann eine Rückkehr nach Burma unmöglich gewesen wäre. Unerschrocken geißelte sie die Diktatur, die die Wahlresultate missachtet und die demokratischen Rechte mit Füßen getreten hatte.

Democratic Future Seltsam: Die Junta bekam Angst vor dieser so zerbrechlich aussehenden Frau mit ihren bloßen Händen und dem entwaffnenden Blick, deren Worte nie zur Gewalt aufrufen. Es ist merkwürdig, dass die mächtigen Generäle diese friedliche, beliebte Aktivistin nicht ertragen konnten. Diese große Stimme, die das Volk so gerne hörte, musste verstummen. 

Repression, die Generäle kennen nur das. Sie deportieren ganze Bevölkerungsgruppen, verordnen Zwangsarbeit - sogar für Kinder - und geben den Befehl, in die Menge zu schießen, wo es Dutzende von Toten gibt.

Die internationale Gemeinschaft hat auf diese Missachtung der Freiheit reagiert. Wenn dieses Land, das zu einem riesigen Gefängnis mit unsichtbaren Gitterstäben geworden ist, eine lebenswerte Zukunft haben will, muss Aung San Suu Kyi freigelassen werden.